Australiens Finanzminister Mathias Cormann erklärte, sein Land dringe in der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) darauf, der Steuervermeidungspolitik großer Konzerne ein Ende zu bereiten. Unternehmen müssten dort, wo sie ihre Profite machten, auch angemessen Steuern zahlen. Die Steuertricks großer Konzerne sorgen immer wieder für öffentliche Kritik. In den USA warf der Kongress Apple im Mai 2013 vor, durch ein komplexes Geflecht aus vielfach im Ausland angesiedelten Firmen, Steuern in Milliardenhöhe zu sparen. Dabei wurde dem iPhone-Hersteller nicht vorgeworfen, illegal gehandelt zu haben; vielmehr ging es um Gesetzeslücken, die viele Großkonzerne im großen Stil zur Steuervermeidung nutzen. Im vergangenen Jahr wurden auch mehrere Streitfälle in Großbritannien bekannt. Dort gerieten neben Apple etwa Amazon, Google und Starbucks wegen ihre Steuerpraxis in die Kritik. Auch McDonald#s soll Milliardensummen am Fiskus vorbeigeschleust haben - in Frankreich.