Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich bei einem Treffen mit Vizekanzler Sigmar Gabriel zum Vorschlag einer Bildung einer Ukraine-Kontaktgruppe weiter bedeckt gehalten. "Putin hat dazu weder Ja noch Nein gesagt", sagte Gabriel nach einem Gespräch mit dem Kremlchef nahe Moskau. Das Treffen war ursprünglich als Antrittsbesuch des Ministers lange im Voraus geplant. Das Ministerium hielt an dem Besuch Gabriels in Abstimmung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel inmitten der Krise fest. Medienberichten zufolge waren sich die Regierungsmitglieder einig, dass eine Absage der Reise als Provokation gewertet werden hätte können. Der Bundeswirtschaftsminister warnte vor einer Eskalation und mahnte eine Verhandlungslösung an. "Wir sind kurz davor, Europa zurückzuwerfen in die Zeiten des 'Kalten Krieges'." Russland müsse bereit sein, an den Verhandlungstisch zu kommen. "Das Drohen mit Sanktionen wird irgendwann Konsequenzen haben." Die deutsche Wirtschaft warnte vor den negativen Folgen von Sanktionen.